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Kurzhaarige Katzen

Auf die langhaarigen und halblanghaarigen Rassen folgen nun die Kurzhaarigen.

Das Aussehen und die Felltextur dieser Katzengruppe ist äußerst variabel. Da gibt es die Siamesen und Orientalen mit ihren kurzen, sehr feinen Haaren mit doppelten Fellkleid wie die russische Blau und die Manxkatze und Katzen mit mittellangem, krausem, ja derbem Fell. Auch aus der Gruppe der kurzhaarigen Rassen wollen wir drei näher betrachten: die Britische Kurzhaar, die Exotische Kurzhaar und die Schottische Hängeohrkatze (Schottische Fold).


Zuerst aber ein Überblick über die wichtigsten, anerkannten Kurzhaarrassen. Neben den oben genannten gibt es die Europäische und die Amerikanische Kurzhaarkatze, die Kartäuserkatze, die man leicht mit der ihr gleichenden Britisch-Kurzhaar-Blau verwechseln kann, die als Mäusefänger sehr geschätze Manx, die als Besonderheit einen extrem kurzen bzw. manchmal ganz fehlenden Schwanz hat. Des Weiteren die Amerikanische Stummelschwanzkatze, und die Japanische Stummelschwanzkatze, die Munchkin, eine relativ neue Züchtung mit sehr kurzen Beinen, die Russisch Blau, eine elegante Katze, deren Charakter mit keiner anderen Rasse zu vergleichen ist,dann die sehr seltene Korat, die aus dem fernen Osten stammende Siam, die dieser gleichende Orientalische Kurzhaar, die Rasse der Havana Brown, der Snowshoe, der Burma und der Bombay. Es geht weiter mit der seltenen Rasse der Tonkanesen, einer Katze von großer Schönheit und feinem Charakter, der Singapura, der Cornisch, der Devon und der Selkirk Rex. Mit der Nennung der Abessinier und der Ägyptischen Mau wollen wir den Überblick abschließen, und uns, wie angekündigt, den drei genannten Rassen ausführlich zuwenden.

Die Britische Kurzhaar zeichnet sich aus durch ihren ruhigen, ausgeglichenen Charakter. Ihre hohe Anpassungsfähigkeit, verbunden mit einem Äußeren, das gekennzeichnet ist durch ein extrem weiches, plüschiges Fell und große, ausdrucksstarke Augen in einem runden Kopf macht sie zur vermutlich beliebtesten Kurzhaarkatze. Die Britische Kurzhaar gibt es in ein- und mehrfarbigen Färbungen: weiß mit orangefarbenen, blauen oder verschiedenfarbigen Augen, creme, lilac, blau, schokoladenfarben, schwarz, in creme/weiß, blauschildpatt/weiß, schildpatt/weiß, in creme-, blau-, silber- und rotgetupft, in rotgetigert, blaucreme, schildpatt, in blau/weiß, schwarz/weiß, in blau-, braun- und rotgestromt, dazu in schwarz-smoke, schildpatt-smoke, in black- und red-tipped.

Bei allen genannten Farbschlägen ist eine regelmäßige Fellpflege notwendig, einmal in der Woche ist aber in der Regel ausreichend.

Die Exotische Kurzhaar streiften wir schon kurz bei der Perserkatze, gezüchtet wurde sie in den USA im Rahmen der Verbesserung der American Shorthair-Katze. Sie gefiel so gut, dass sie zu einer eigenen Rasse entwickelt wurde. Die Exotic verkörpert gewissermaßen das Zusammenfinden der ruhigen, gelassenen Wesensart der Perserkatzen mit der leichten Fellpflege der Kurzhaarrassen. Sie ist anpassungsfähig, liebt Kinder und verträgt sich auch mit anderen Haustieren. Blau, schwarz, goldenschattiert, braungetupft, silber-schildpattgestromt sowie color-point, blue-point und colorpoint Lilac - Tabley-Point - in diesen Farben werden die Exotics gezüchtet.

Jetzt zieht eine Katze mit einem ungewöhnlichen Aussehen unsere Aufmerksamkeit auf sich: die Schottische Hängeohrkatze, Scottish Fold. Die gefalteten Ohren auf einem runden Schädel fallen sofort auf. Diese sind nach vorn gerichtet, die Spitzen zeigen zur Nase hin. Ihr apartes Aussehen, verbunden mit einem ruhigen, aber geselligen Wesen machen sie zu einer Hausgenossin für Katzenliebhaber, die das Besondere lieben, aber Zuchtextreme verachten. Die Schottische Hängeohrkatze gibt es in schwarz/weiß, blau/weiß, schildpatt/weiß und schwarz-smoke/weiß. Ihr Fell ist dicht, weich und steht vom Körper ab, es bedarf keiner aufwendigen Pflege.