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Die Perserkatze

Die Perserkatze ist unter den Rassekatzen vermutlich die beliebteste. Das lange, weiche Fell und ihre runde, Gemütlichkeit und Schmusewilligkeit vermittelnde Körperform bezaubert jeden Katzenfreund. Im Mutterland des Katzezüchtens, in England, wurden auch die Standards für die Perserkatze erarbeitet.

Die Perserkatze, wie wir sie heute kennen, ist eigentlich eine Kreuzung zwischen Angora - und persischer Langhaarkatze. Wie so häufig in der Tierzucht bringen starke Nachfrage und Käuferwunsch Zuchtergebnisse zustande, die einen wirklichen Katzenfreund nur zornig machen können. Katzenmütter, die ihre Katzenbabys Wurf auf Wurf zur Welt bringen sollten und fast wie Batterietiere gehalten wurden. Das versprach schnelles Geld, die Folgen aber waren schlimme Krankheiten. Zum Glück haben nur wenige deutsche Züchter diesen tierquälerischen Unsinn mitgemacht.

Die gesunde Perserkatze ist eine angenehme, freundliche Familienkatze. Gerade als Wohnungskatze ist sie ideal, da sie wenig Auslauf braucht. Sie vermisst diesen auch nicht. Eine Fensterbank mit der Möglichkeit, die Sonne zu geniessen und das Geschehen draußen zu beobachten, macht sie glücklich.
Neben dem Fell ist ihre angenehme, leise Stimme ein großes Plus im Zusammenleben mit dem Menschen.
Sie haben beschlossen, eine Perserkatze zu kaufen. Da artgerechte Züchtung und Aufzucht - bis zu einem Vierteljahr - kostenintensiv sind, ist es völlig in Ordnung, wenn die Babykatze nicht zum Nulltarif zu bekommen ist! Bevor Sie sich für ein Kätzchen entscheiden, besuchen Sie am besten verschiedene Züchter. Der Zeitaufwand lohnt sich, Sie können so Vergleiche anstellen und lernen schon einiges für den späteren Umgang mit ihrer Katze.
Wenn Sie sich ihres Wunsches ganz sicher sind, auch daran gedacht haben, dass das Katzenbaby nicht immer süß und klein bleiben wird, dann holen sie sich ihr Kätzchen ins Haus!
Eines wäre noch zu überlegen:
Falls Sie berufstätig sind, wäre es für die Katze schön, noch einen Kumpel zu haben. Das wäre, zeitversetzt vorgenommen, eine gute Investition in die Gesundheit und die Lebensfreude ihrer Katze. Natürlich sind auch andere tierische Hausgenossen denkbar. Entgegen dem weitverbreiteten Vorurteil, verstehen Hund und Katze sich erstaunlich gut, ja man hat schon von „Adoptionen“ gehört. Im jungen Alter kann man auch ruhige Kaninchen und Katzen aneinander gewöhnen. Dass man Stubenvögel und Nagetierchen nicht gerade mit einer Katze halten sollte - wen überrascht es.
Für Ernährung, allgemeine Haltungsfragen und Gesundheitsmaßnahmen gelten die Regeln, die für alle Katzen gelten, deswegen wenden wir uns den Rassen und Farbschlägen speziell der Perserkatze zu.

Die schwarze Perserkatze. Sie hat ein rabenschwarzes, langes seidenweiches Fell. Ihre Augen sind kupferfarben. Die Babykatze hat ihr ganz durchgefärbtes Fell erst am Ende ihres ersten Lebensjahres.

Die weiße Perserkatze. Ihr weißes Fell signalisiert Reinheit, der Kopf ist rund und breit. Die Augen sind groß, rund und offen. Man könnte sagen, dass der Kopfaufbau der weißen Perserkatze typisch ist für alle nicht überzüchteten Perserkatzen. Es gibt die weiße Perserkatze mit blauen oder mit kupferfarbigen Augen, aber erstaunlicherweise auch mit zwei verschiedenen Augen, nämlich mit einem blauen und einem kupferfarbigen Auge. In der Züchtersprache heißen sie odd-eyed.

Eine weitere einfarbige ist die lange als schönste Perserkatze geltende blaue, besonders die hellen, pastellblauen mit kupferfarbenen oder haselnussbraunen Augen. Beinahe abgelöst im Ranking der Schönen wurde die blaue durch die cremefarbene Perserkatze, deren Augen die gleichen Farbtöne wie die blauen haben. Schokoladenfarbene, rote und lilafarbene, deren Fell eher zartgrau mit rosa Anflug sind, beschließen den Reigen der einfarbigen Perserkatzen. Unendlich beinahe scheinen die Farbvarianten: fünf tragen den Zusatz smoke, nämlich zu den Farben schwarz, blau, creme und tortie (schildpatt) und blau-creme. Sie sind die Vertreter der Silberrassen und haben alle ein weißes Unterfell.
Die Chinchilla- Katze hat ein silberweißes Fell, jedes Haar hat am Ende eine schwarze Spitze, dadurch strahlt das Fell ganz wunderbar. Die Augen sind blaugrün, die Fußballen schwarz.
Sehr ähnlich dem Fell der Chinchilla- Katze ist die Shaded Silber, ihre Augen sind blaugrün oder smaragd.
Seit 1960 gibt es offiziell die Cameo- Katzen: Shell Cameo, Shades Cameo und Red Smoke. Die Cameos sind auf der Skale der Beliebtheit weit nach oben gestiegen.
Werfen wir noch einen Blick auf die Tabbys. Es gibt sie in braun, rot und silber.

Bicoleur- Perser sind, wie der Name schon sagt, zweifarbig, eine der Farben ist immer weiß, die zweite Farbe kann schwarz, blau, rot oder schildpatt sein.

Des weiteren gibt es die Colourpoint- Perser, die ganz weiß geboren werden und bis Ende des ersten Lebensjahres ihre Points entwickeln. Die Coleurpoint- Perser gibt es als Sealpoints, Bluepoints, Redpoints, Tortiepoints, Chocolatpoints und Seal Tabbypoints.
Die Colourpoints sind Ergebnis eines genetischen Experiments. Ein neugieriger Züchter kreuzte Siam mit Persern, daraus entstanden siamfarbene Langhaarkatzen, die Khmer oder Himalayans genannt wurden, später setzte sich die Bezeichnung Colourpoint- Perser durch. Heute sind sie schön behaarte, runde siamfarbene Perserkatzen, die manche schöner findet, als die am ganzen Körper gefärbten. Die Colourpoint ist eine typische Perserkatze, aber lebhafter und verspielter als die einfarbigen Perser.

Eine Perserkatze bleibt noch zu beschreiben: die exotic Shorthair. Eine beliebt gewordene Katze, verbindet sie doch das angenehme Wesen der Perserkatze mit den Vorzügen einer pflegeleichteren Kurzhaarkatze.